14. Januar 2011

Mariengold Begleitung

Wer seit längerer Zeit regelmäßig zu Besuch auf meiner Internetseite ist, weiß, dass es in meinem Menü einen Punkt gibt, der seit bald einem Jahr auf Leben wartet. Begleitung steht dort. Als ich Joy den Auftrag gab meine Internetseite überarbeiten, habe ich sie gebeten, diesen Menüpunkt zu erstellen. Ich bin dabei meiner Intuition gefolgt, ohne zu wissen, was ich damit eigentlich machen möchte. Lange Zeit dachte ich, dass ich dort über Heilungspuppen schreiben würde.

In den letzten Wochen und Monaten jedoch mit der Erfahrung meiner Puppennähkurse und im Austausch mit Frauen, die sich mit Handarbeit selbständig machen wollen, wurde mir immer klarer, dass die Zeit reif ist, Wegbegleitung in das Puppenhandwerk anzubieten. Mit diesem neuen Schritt erfülle ich mir einen lang gehegten Traum und folge dabei dem guten Gefühl, dass mein Gold nicht nur in meinen Händen liegt, sondern auch in der Begegnung mit Menschen. Ich habe Lust, Frauen zu begleiten auf einem Weg, den ich in ähnlicher Form selbst gegangen bin und gehe. Ich freue mich darauf, meine Erfahrungen zu teilen, Frauen mit meinem Wissen und meiner Intuition zu unterstützen, anzuregen und zu ermutigen und nicht zuletzt dabei auch selbst zu lernen.

Ich danke Juliane, dass ich sie auf einem ganz ähnlichen Weg mit ihrem Angebot von Einzelstunden für professionelle Puppenmacherinnen ein wenig begleiten darf. Es sind auch ihr Mut und ihre Freude am Gestalten von neuen Formen des miteinander und voneinander Lernens, die mich anregen, mein ganz eigenes Beratungsangebot für Puppenmacherinnen auf den Weg zu bringen.

Ihr seid herzlich eingeladen, unter Begleitung mehr über Mariengold Begleitung zu erfahren.

Begleitung ist auch ein gutes Stichwort für eine weitere Neuigkeit auf meiner Internetseite. Auf der Startseite gibt es jetzt einen Link für meine englisch-sprachigen Besucher, der zu den wichtigsten Informationen zu Mariengold, mir als Puppenmacherin, der Puppenbestellung, meinen Preisen und meinen Anleitungen für Puppenkleidung und Puppenhandwerk führt.



8. Januar 2011

Winterruhe

Für alle Frauen, die die Zeit der Ruhe genießen und das Neue in ihr Leben einladen möchten. Von Herzen für meine Freundin Juliane.

Wenn die Advents- und Weihnachtszeit mit ihrer üppigen Pracht und Fülle und ihrem strahlenden Glanz vorüber ist, kommt die Zeit der Klarheit und der Ruhe. Bäume und Sträucher stehen kahl und schmucklos. Die Tage sind kurz, das Sonnenlicht ist schwach. Alles Leben hat sich zurückgezogen, in die Erde, in das Innere. Schnee fällt, deckt alles zu und macht das Leben ganz leise. Wir fühlen uns wohl und geborgen in unseren Nestern und betrachten die Welt von unseren Fenstern aus. Die Stille legt sich wie ein warmer Mantel um uns und begleitet uns durch den Winter. Es ist die Zeit der Ruhe und Besinnung, der Einkehr und Erholung.

Wir können diese Zeit nutzen, um zur Ruhe zu kommen und auf unsere innere Stimme zu hören. Schenken wir dieser Stimme Gehör, wird uns unsere innere Weisheit sagen, was jetzt wichtig für uns ist. Zeit für uns selbst. Raum für unsere Kreativität. Schreiben. Malen.  Schlafen. Lesen. Träumen. Alles was uns nährt und stärkt und unser Leben erhellt in dieser noch recht dunklen Zeit, ist jetzt richtig und gut. Im Schoße dieser Seelenruhe reifen Gedanken und Visionen und erhalten Ideen Kraft. Wir bekommen eine Ahnung von jener neuen Frische, die bald, je näher das Frühjahr rückt, in jeder Zelle unseres Körpers spürbar sein wird. Alles wird zu neuem Leben erwachen. Wir werden vor Kraft strotzen. Wir werden voll neuer Energie das Leben gestalten wollen. Diese Hoffnung und Gewissheit trägt und führt uns durch den Winter. Bevor jedoch unsere Lebensgeister wieder tanzen wollen, widmen wir uns noch einige Zeit der Muße.

Einst waren Muße und Müßigkeit ebenso wie Aktivität und Arbeit gleichwertige Teile unseres Lebens. Der heilsame Wechsel zwischen beiden Polen, der so gut in der Natur und im Lauf der Jahreszeiten beobachtet werden kann, ist für ein ausgeglichenes Leben in tiefem Frieden von großer Bedeutung. Geruhsamkeit und Betriebsamkeit, Arbeit und Ruhe, Aktivität und Passivität, Handeln und Innehalten. Alles hat seine Zeit. In unserer schnelllebigen und konsumorientierten Zeit jedoch ist es eine große Herausforderung, im Gleichgewicht zu bleiben. Eine ruhige, arbeitsfreie und beschauliche Zeit, wann nehmen wir uns die noch? Planen wir bewusst Zeit ein für Ausruhen und Ankommen bei uns selbst? Was verbinden wir eigentlich mit Müßiggang? – Faulheit, Langeweile und Sinnlosigkeit? Oder die Erfüllung eines natürlichen Bedürfnisses, das zu Entwicklung und Wohlergehen beiträgt?

Wir alle haben einen Bedarf an innerer Einkehr, Stille und Ausruhen. Nur wenn wir uns auf die Gegenseite von Arbeit und Aktivität begeben, kommen wir in Kontakt mit uns selbst. In der Hinwendung zu unserem Ich liegt eine große Kraft, die uns zu regenerieren, zu heilen und glücklich zu machen vermag. Frieden mit uns selbst und allem, was uns umgibt, finden wir nur, wenn es in unserem Leben ein gesundes Gleichgewicht zwischen der Begegnung mit der Welt und der Begegnung mit uns Selbst gibt. Der Winter mit seiner spezifischen Energie begünstigt das Wiederentdecken und die Belebung dieses Gleichgewichts. Fangen wir jetzt an.


1. Januar 2011

Samen für das neue Jahr

Willkommen im neuen, frischen Jahr! Freuen wir uns des Lebens und gehen unseren Weg in Frieden mit uns selbst und der Welt. Ich wünsche euch eine segensreiches Jahr 2011!

Mariengold hat sich in den letzten drei Jahren so gut entwickelt, dass ich ab diesem Jahr keine Kleinunternehmerin bin. Ich bin freue mich über das Wachstum und die Entfaltung von Mariengold und verneige mich dankend vor allen Kräften des Universums und all den Menschen, die mich auf meinem Weg begleiten und ermöglichen, was war, ist und sein wird. Ich habe viele schöne Pläne für dieses Jahr und große Lust auf das Spiel mit den Möglichkeiten und den Tanz mit den Sternen.

Was die Puppenmacherei angeht, so wird Mariengold bleiben, was es ist, Puppenkunst für Seele und Spiel. Ich möchte weiterhin viele, viele Puppen nähen für Klein und Groß und Puppennähkurse und Einzelbegleitungen geben und dabei dem essenziellen Anliegen und Impuls meiner Arbeit folgen, der Verbindung von Handarbeit, Spiritualität und Heilung.

Um auch weiterhin alle Puppenwünsche erfüllen zu können, habe ich im Dezember die Zusammenarbeit mit einer Assistentin in meiner Werkstatt begonnen, die mich bei vielen Arbeiten rund um Mariengold unterstützt. Ihre fleißigen Hände, ihr Geschick und ihre Kreativität und ihr Lächeln tun mir gut und erleichtern meinen Werkstattalltag. Und so freue mich sehr, dass sie auch in diesem Jahr mit mir zusammenarbeiten möchte. Wachstum bedeutet auch, mir Unterstützung zu holen, wenn ich die Arbeit allein nicht mehr schaffe. Dieser Schritt ist wohlüberlegt und fühlt sich ganz richtig an, auch wenn ich jetzt noch nicht weiß, wohin er mich führen wird. Was mir aber jetzt schon gut tut: Neue Freiräume für die Entwicklung von Mariengold und ein guter Ausgleich zwischen Arbeit und Muße.

Ein neues Projekt für dieses Jahr ist die Weiterentwicklung und der Ausbau der Mariengold Anleitungen. Ich möchte das Angebot meiner Anleitungen für Puppenkleidung erweitern um Schnittmuster und Anleitungen für genähte Puppenkleidung. Der Auftakt wird hoffentlich noch im Januar ein herzallerliebster Puppenmantel mit Kapuze aus Wollwalk sein. Es werden weitere Entwürfe folgen, nicht nur für Genähtes, sondern auch weiterhin für schöne Puppenstrickkleidung. Ich habe gerade Spaß an der Gestaltung eines Ringelstrickkleides und hoffe, dass ich die Anleitung dafür in den nächsten Wochen veröffentlichen werde. Nach reiflicher Überlegung und mit den Erfahrungen aus meinen Puppennähkursen und den Materialverkäufen habe ich mich nun auch dafür entschieden, eigene Schnitte und Anleitungen für die Herstellung von Puppen herauszugeben. Für die Verwirklichung dieses Vorhabens möchte ich mir jedoch die Zeit nehmen, die es braucht, um euch ein gutes Handwerkszeug für das Nähen eurer Puppen mit auf den Weg geben zu können.

Ein weiterer Samen für das neue Jahr gilt dem Schreiben. Ich liebe es zu schreiben. Und ich möchte noch viel mehr schreiben. Für mich allein, Briefe, Einträge hier auf meiner Internetseite, Artikel, Bücher. In diesem Jahr möchte ich noch mehr die Puppenmacherei in Hinblick auf Spiritualität und Heilung mit dem Schreiben verbinden, wie auch immer ich das gestalten werde. Mit den Puppen und dem Schreiben möchte ich auf dieser Welt wirken. Und ich wünsche mir, dass ich, nach den letzten Jahren, die ich vor allem den Puppen gewidmet habe, Wege finde, beides gleichermaßen und gleichwertig zu tun und davon leben zu können.

Das ist meine Saat für das Mariengold Jahr 2011. Möge sie von allen guten Mächten gesegnet sein.